Bambulis Welt - Aus der Scheune eines Massenzüchters zurück ins Leben



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Diese Seiten entstanden inhaltlich während Bambulis Anfängen und werden nicht mehr verändert. Ihr aktuelles Wohlergehen erfahrt Ihr regelmäßig unter "Aktuell". Wichtige Infos wandern von dort ins Archiv.

Die Anfänge

Mein Name ist Bambuli und ich bin eine Pon-Hündin. Pon, das heißt Polski Owczarek Nizinny, auf deutsch: polnischer Niederungshütehund. Ich bin eine Hundedame und so ungefähr 7 Jahre alt.

Gerade stehe ich neben meinem Frauchen und beobachte sie, wie sie sich abmüht, eine Homepage über mich zu erstellen. Ich darf leise in mich hineingrinsen? Aber sie gibt sich wirklich Mühe.

Weil mir das Beobachten von Frauli langweilig wird, unternehme ich einen Streifzug durch die Wohnung, springe mal eben auf die Eckbank und hole mir vom Tisch, was meiner Meinung nach sowieso mir gehört: Essen:-)

Ich liebe autofahren und bin immer ganz aufgeregt, wenn es Richtung Wald geht. Dann laufe ich und wedel ich und lache.

Eigentlich ist das ja alles gar nichts besonderes, ein ganz normales Hundeleben. Ja, wenn man als Welpe eine Kindheit hatte und liebe Menschen, die sich um einen kümmern. Aber die hatte ich nicht.

Ich war bis zum Juli 2000 eingesperrt in einer dunklen Scheune eines Massenzüchters und Menschen waren meine Feinde, mehr nicht.

Tierschützer haben mich da rausgeholt und die große weite Welt, das Sonnenlicht und diese Menschen waren ein riesengroßer Schock für mich. Ich hatte nur Angst. Ich hatte so große Angst, daß ich mich nicht mehr bewegen konnte. Daß ich nicht trinken konnte und mich nicht traute, mein wichtigstes Geschäft zu erledigen. Ich saß nur in meiner Ecke und mein Frauchen trug mich immer hinaus und da saß ich dann und bewegte mich nicht.

So, da war sie nun, die große weite Welt. Mein Frauchen trug mich meist durch sie, setzte mich ins Auto und fuhr mit mir durch die Gegend. Das machte mir Spaß. Das gehen draußen dann nicht. Da lag ich nur. Oder saß. Aber sie hat jeden Schritt von mir gelobt und dann wagte ich Schritt für Schritt, ganz vorsichtig und mühsam.

Nach mehreren Tagen war ich im Stande, im Wald mitzugehen. Ich fiel in jedes Schlagloch und stolperte über jeden Ast, denn ich kannte keine Natur. Wenn uns Menschen begegneten, dann wollte ich mich nur verstecken und mein Frauchen mußte mich immer wieder tragen. Wir konnten auch nicht weit gehen, denn ich hatte gar keine Kondition.

Ich war viel zu dick, ich wog 22,5 kg, und da mußte sie mit mir ganz schön schleppen.

Aber bald lief ich immer besser auch alleine und dann begann mein Frauchen, mit mir zu Üben.

Ich war ganz schön schwierig, weil ich einfach psychisch blockiert hatte. Wenn man nichts mehr spürt von dieser Welt, dann spürt man auch die Angst nicht mehr so. Auch nicht die Freude aber damals habe ich noch gar nicht gewußt, daß es so etwas gibt.

Also lag ich meist nur da in meinem Körbchen, weil ich nicht glauben konnte, daß alles Schlimme jetzt wirklich vorbei war. Daß, wenn sich jetzt die Türe öffnete und mein Frauchen reinkam kein Geschrei losging und keine Tritte kamen.

Ich schlich nur nachts durch ihre Wohnung, ganz leise und wenn ich spürte, daß sie es bemerkte, dann bin ich ganz schnell wieder in mein Körbchen gerannt.

Schlimm war für mich am Anfang: Viermal am Tag nahm sie mich auf den Arm, trug mich hinaus in diese schreckliche Welt voller Menschen und Lärm und Gerüchen und ich konnte doch damit nichts anfangen und es machte mir so Angst.

Hmm, aber Jabberwocky, mein Hundekumpel, der freute sich immer und er schnüffelte und lief und er ging zu Frauchen hin oder brachte ihr Bälle. Ich sah mir das so an und dann wagte ich meinen ersten großen Schritt: Ich nahm nach einigen Tagen zum ersten Mal ein Leckerchen aus ihrer Hand. Und mehr ist nicht passiert. Es hat einfach nur gut geschmeckt.

So ganz langsam, nach einigen Tagen, kam ich immer mehr zur Ruhe. Ganz langsam realisierte ich, was da passiert war: Menschen haben mich aus meiner dunklen Scheune geholt, weg von der Enge und der Angst. Hier war es hell und ruhig und warm. Es steht immer Wasser für mich da und ich habe ein sauberes, weiches Bett. Dreimal am Tag wird mir ein voller Napf hingestellt und ich kann das Fressen, ganz in Ruhe und für mich allein. Die Hand, die mich berührt, schlägt mich nicht.

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